Feuerwehrverein

Verein des Monats: Feuerwehrverein rüstet für seinen Nachwuchs Hänger um

25.05.2014 -TA

Eischleben (Ilmkreis). Neue Pumpe könnte auch für Notfälle eingesetzt werden. Die Jüngsten üben mit kindgerechten Schläuchen und Spritzen.

Erst vor wenigen Wochen zog die Kinder- und Jugendfeuerwehr in das neue Gerätehaus in Eischleben um. Nun soll die Ausrüstung verbessert werden. Archiv-Foto: Christoph Vogel

Vereinschef Jens Brückner, der stellvertretende Jugendwart Michael Graff und Wehrführer Thomas Hoffmann hoffen, dass bald genug Geld zusammengetragen ist, um den Anhänger umrüsten zu können. Foto: Britt Mandler

Jens Brückner ist der Vorsitzende des Feuerwehrvereins in Eischleben. Viele dörfliche Höhepunkte werden von dem Verein mit organisiert. Dazu gehören das beliebte Pfingstsportfest und der Weihnachtsmarkt. Foto: Britt Mandler

Einmal im Jahr campt die Feuerwehr in Dörnfeld. Ausbildungseinheiten gehören dort dazu. Foto: Mathias Vogt

Als er ausgemustert wurde, übernahm der Feuerwehrverein das gute Stück. Denn kaputt ist der Anhänger nicht. Er könnte, wenn er umgerüstet wird, gute Dienste für die Kinder- und Jugendfeuerwehr leisten.

"Der Umbau kostet allerdings eine Stange Geld", weiß der Vereinschef Jens Brückner. Den Anhänger neu zu lackieren ist die geringste Herausforderung. Er braucht auch ein neues Fahrgestell, damit er statt an einen Traktor auch an den Mannschaftstransporter der Feuerwehr angehängt werden kann.

Die Halterungen im Inneren des Hängers werden ausgetauscht. Denn ausgelegt sind sie für große Schläuche oder Spritzen, die so schwer sind, dass Kinder sie nicht heben können. "Für unsere Jüngsten haben wir in den vergangenen Jahren komplett neue Ausrüstung angeschafft", sagt Jens Brückner und weist auf ein Regal. Fein säuberlich liegen dort Schläuche im Kleinformat, handliche Spritzen und Kupplungen aufgereiht.

Mit diesen Geräten üben die Kinder und Jugendlichen und nehmen an Wettbewerben teil. Momentan ist es aber ziemlich beschwerlich, die gesamte Ausrüstung zusammenzusammeln und zu verladen. Meist sind dafür mehrere Fahrzeuge nötig.

Die Ausrüstung kompakt in einem Hänger verstauen zu können, wäre da schon von Vorteil. Der Feuerwehrverein plant zudem, den Anhänger mit einer kleinen Pumpe auszustatten. 67 Kilogramm wiegt sie - nur ein Drittel des Gewichts, das die große Pumpe auf die Waage bringt. "Wollen die Jugendlichen mit der großen Pumpe trainieren, müssen neben dem Jugendwart immer noch weitere Mitglieder der Wehr anpacken, weil der Nachwuchs sie nicht aus dem Fahrzeug heben kann", erklärt Jens Brückner. Bei der kleinen Ausführung sei das aber durchaus möglich, wenn die größeren Jugendlichen alle mit anpacken. Zumal auch die Einsatzgruppe etwas von der Neuanschaffung hätte. Denn die kleine Pumpe reicht zum Beispiel aus, um einen kleinen Keller auszupumpen. Im Notfall könnte die Übungspumpe also wertvolle Dienste leisten.

Allein der Umbau des Anhängers schlägt allerdings mit 2000 Euro zu Buche. Die neue Tragkraftspritze kostet 4600 Euro. "Wir haben schon 3000 Euro an Vereinsmitteln zusammengespart", sagt Jens Brückner. Nun werden Spenden gesammelt. Dafür gibt es in Eischleben einige Gelegenheiten. Beim Osterfeuer ging der Hut herum. Auch beim Einheitsfeuer und auf dem Weihnachtsmarkt wird es so sein. Und auf dem Pfingstsportfest, das in wenigen Tagen zum 30. Mal stattfindet.

Ein Spaß für die ganze Familie ist immer das Pfingstsportfest - hier im Jahr 2012. Foto: Christoph Vogel

Außerdem gibt es am Tag nach Himmelfahrt einen ganz besonderen, sportlichen Höhepunkt. Um 18.30 Uhr wird auf dem Sportplatz das Spiel der Alten Herren gegen die Alten Herren des FC Rot-Weiß Erfurt angepfiffen. Wer mag, kann sich am Himmelfahrtstag auf dem Sportplatz am Torwandschießen beteiligen. Die beiden besten Torschützen dürfen mit den Alten Herren gegen die Rot-Weißen kicken. Die Gage für die Erfurter hat Bürgermeister Uwe Möller übernommen, so dass kein Eintritt genommen werden muss. Statt dessen werden die Jugendlichen um Spenden bitten, um ihrem großen Ziel ein Stück näher zu kommen.

Feuerwehrverein Eischleben

  • · Vereinsvorsitzender ist Jens Brückner.
  • · Erreichbar ist er im Friedhofsweg 76 in Eischleben sowie unter Tel. (03628) 47 ?661.
  • · Gegründet wurde der Verein 1991, eingetragen ist er seit 2002.
  • · Momentan hat er 59 Mitglieder, 18 davon sind Kinder und Jugendliche.
  • · Der Eischlebener Feuerwehrverein ist zugleich Mitglied im Kreisfeuerwehrverband.
  • · Den Tragspritzenanhänger für die Bedürfnisse der Jugendwehr umzurüsten, kostet 6600 Euro.
  • · Bislang sind 3000 Euro an Eigenmitteln vorhanden.
  • · Weitere Spendengelder sollen zum Beispiel auf dem Pfingstsportfest und beim Spiel der Alten Herren Eischleben gegen die Alten Herren des FC Rot-Weiß Erfurt gesammelt werden. Anstoß ist am 30. Mai um 18.30 Uhr auf dem Sportplatz Eischleben.

Vereine stellen ihre Projekte vor

Ilmkreis. Ein dicker Packen Bewerbungen lag vor wenigen Tagen vor der Jury, die für die erste Runde zur Wahl des Vereins des Monats eine Vorauswahl traf. Ins Leben gerufen wurde diese Aktion von Thüringer Allgemeine und der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert.

"Wir wollen von dem Guten, das uns im Ilmkreis passiert ist, Gutes zurückgeben an die Menschen, die sich hier ehrenamtlich engagieren", betont Marco Jacob, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse.

Er, aber auch die anderen Jurymitglieder waren erstaunt über die Vielzahl an Einsendungen und Projekten, die die Vereine in diesem Jahr umsetzen wollen. Je ein Verein aus den Bereichen Sport, Kultur und Soziales wird pro Monat vorgestellt. Unter diesen drei Bewerbern können die Leser per Stimmzettel, der nach der Vorstellung aller drei Vereine veröffentlicht wird, ihren Favoriten wählen.

Leer geht bei der Wahl keiner der drei Bewerber aus. Die Erstplatzierten erhalten 1000 Euro, die Zweitplatzierten bekommen 500 Euro für ihr Vorhaben, an die Drittplatzierten gehen immerhin 250 Euro.

Das Geld sei bei den Vereinen gut angelegt, findet Marco Jacob. Dem schließen sich auch die Lokalredaktionen der Thüringer Allgemeine an. Denn ohne Vereine gebe es in vielen Städten und Gemeinden im Ilmkreis weder ein kulturelles noch ein sportliches Leben. Auch im sozialen Bereich engagieren sich Ehrenamtler außerordentlich. Sie kümmern sich um Kinder, Senioren, um Kranke und viele andere Personengruppen. Das wollen wir mit unserem gemeinsamen Wettbewerb unterstützen. Denn ohne Vereine und ihr breites gesellschaftliches und soziales Engagement wäre der Ilmkreis in vielerlei Hinsicht weniger liebens- und lebenswert.

So funktioniert die Wahl

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an die Thüringer Allgemeine, Lokalredaktion, Erfurter Straße 20-22 in 99310 Arnstadt.

  • · Stellen Sie sowohl den Verein als auch das Projekt, das Sie 2014 realisieren wollen, kurz vor.
  • · Bitte benennen Sie einen Ansprechpartner und geben Sie dessen Kontaktdaten wie Telefonnummer und E-Mail-Adresse an, damit die Redaktion Sie erreichen kann.
  • · Eine einmalige Einsendung der Projekte genügt. Werden sie im laufenden Monat nicht berücksichtigt, beschäftigt sich die Jury zu einem späteren Zeitpunkt erneut mit der Bewerbung.
  • · Zur Jury gehören Vertreter der Lokalredaktionen in Arnstadt und Ilmenau, der Sparkasse und der Vereine, die jeweils im Vormonat an der Wahl zum Verein des Monats teilgenommen haben.
  • · Pro Monat wird von der Jury je ein Verein aus den Bereichen Sport, Kultur und Soziales ausgewählt.
  • · Die Thüringer Allgemeine stellt diese Vereine und ihr Projekt vor.
  • · Anschließend können die Leser per Stimmzettel abstimmen, welches Projekt ihnen am besten gefällt.
  • · Der Verein, der die meisten Stimmen der Leser erhält, bekommt für sein Projekt 1000 Euro. Der zweitplatzierte Verein erhält 500 Euro, und der Drittplatzierte kann 250 Euro für die Realisierung seines Projektes einplanen.
  • Britt Mandler / 25.05.14 / TA
  • Spiel ohne Grenzen begeistert die Jüngsten in Eischleben

    10.09.2014 -TA

    Eischleben (Ilmkreis). Feuerwehr Eischleben weiht mit Tag der offenen Tür Gerätehaus ein und feiert zehnjähriges Bestehen der Kinderwehr.

     

     

    Teamgeist war beim Spiel ohne Grenzen gefragt, um auf den Kisten das Gleichgewicht nicht zu verlieren und trotzdem vorwärts zu kommen. Im Bild ist die zweite Mannschaft aus Eischleben, die Platz 3 belegte. Foto: Britt Mandler Seit ein paar Monaten schon ist es bezogen: das neue Domizil der Eischlebener Feuerwehr. Der Umzug jedoch war hektisch, und das Einrichten des Neubaus zeitaufwendig. Daher gab es bis jetzt noch keine Einweihungsfeier.

    Das holten die Feuerwehrleute am Samstag nach. Sie luden die Anwohner zum Tag der offenen Tür ein, gewährten ihnen einen Blick hinter die Kulissen und feierten zugleich die Jüngsten. Denn vor zehn Jahren wurde eine Kinderfeuerwehr gegründet. Eine Jugendwehr gab es zu diesem Zeitpunkt schon neun Jahre lang. Dass nun auch Sechsjährige aufgenommen wurden, hatte rein pragmatische Gründe: Es war über die Jahre immer schwieriger geworden, junge Menschen für das verantwortungsvolle Ehrenamt zu interessieren.

    Bereits Kinder ins Boot zu holen, sie spielerisch mit der Feuerwehrarbeit vertraut zu machen und sie sozusagen hineinwachsen zu lassen in die aktive Wehr - das ist ein Konzept, das sich in Eischleben bewährt hat. Mit viel Liebe kümmert sich der Feuerwehrverein um den Nachwuchs.

    So wurde am Samstag auch nicht nur schnöde auf das Zehnjährige der Kinderwehr angestoßen. Vielmehr luden die Eischlebener Kinderwehren aus den Nachbarorten zum Spiel ohne Grenzen ein. Die Gastgeber gingen mit zwei Mannschaften an den Start. Zudem traten Teams aus Rudisleben, Kirchheim, Waltersleben und aus der ehemaligen Wachsenburggemeinde an. Zehn Stationen, die in ganz Eischleben verteilt waren, galt es zu absolvieren. Puzzeln war ebenso gefragt wie das Balancieren auf Kisten oder Kenntnisse in erster Hilfe. Allen Aufgaben war gemein, dass sie nur im Team zu lösen waren.

    Gut drei Stunden bei brütender Hitze dauerte das Spiel ohne Grenzen. Geschafft, aber glücklich kamen die Kinder schließlich wieder ins Gerätehaus. Dort wurden die Tore zum Tag der offenen Tür erst einmal geschlossen - weil ein Unwetter niederging. Das tat der guten Laune aber keinen Abbruch.

    Viele Neugierige folgten der Einladung und sahen sich auch die Vorführungen der aktiven Wehr an. Und fragten immer wieder nach dem Feuerwehranhänger, der für die Kinder- und Jugendwehr umgerüstet werden soll. Er fehlte auf dem Fest - weil er gerade in der Werkstatt ist. Spätestens zum Jahresende soll er in Betrieb genommen werden. Ausgestattet wird er unter anderem mit Trainingsutensilien und mit einer leichten Pumpe, die auch Kinder bedienen können.

    Britt Mandler / 10.09.14 / TA

     

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